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Für die großartige Unterstützung möchten wir uns bedanken bei

1979 wurde in Hamburg-Wandsbek Globetrotter gegründet. Ein paar Tage davor, am 27.06.1894, brach Annie Londonderry auf, um als erste Frau mit dem Fahrrad die Welt zu umrunden. Sie fuhr zunächst von Boston aus bis nach Chicago und benötigte für diese Strecke erstaunliche vier Monate, was u.a. an der falschen Kleidung (langer Rock, geschlossene Bluse) lag. Lange Röcke und geschlossene Blusen sucht man bei Globetrotter vergeblich, dafür findet man in diesem tollen Laden alles andere, was das Outdoor-Herz begehrt. Vom flaschenöffnenden Heringhammer, über Grilliput, bis zur Amazonas Machete bleibt kein Wunsch unerfüllt. Neben diesen exotisch anmutenden Gegenständen hielt das umfangreiche Sortiment auch unsere komplette Ausrüstung bereit, damit wir unsere Reise flauschig & gut eingepackt genießen können. Volle Punktzahl für dieses bemerkenswerte Geschäft und die warmherzigen & fachkundigen Menschen dahinter.

Patrick Ortlieb war in meiner Kindheit ein berühmter Skifahrer. Harmut Ortlieb wiederum war bereits damals ein passionierter Fahrradreisender. Beide Ortliebs verband das Interesse an Materialien mit besonders wasserabweisende Eigenschaften. Patrick machte sich die wasserabstoßende Wirkung von Wachs auf den Gleitflächen seiner Ski zu Nutze, um sich darauf möglichst schnell ins Tal stürzen zu können. Hartmut entdeckte die Wasserundurchlässigkeit von LKW-Planen für sich und seine Fahrradtasche, als er in Südengland mal wieder eine unangenehme Nacht im durchnässten Schlafsack durchzustehen hatte. Der Rest ist Geschichte und zwar eine unglaublich erfolgreiche. ORTLIEB (also der Hartmut) wurde zum Synonym von Abenteuer, Langlebigkeit und Verlässlichkeit. Kein Fahrradweltreisender oder Fahrradpendler kann heute auf die Qualitätstaschen aus Heilsbronn verzichten. Wir begründen ein neues Fahrradreisesegment und zwar das der Familienlastenradreisenden. Auch wir möchten nicht auf die wohl berühmteste & beste Fahrradtasche der Welt verzichten. Rosalie und Smilla sowieso nicht, können sie in der Back-Roller Pro Classic doch 70l an Stofftieren verstauen.

Im Jahre 50 v. Chr. soll sich im Vorläufer des Schärhauses, das zu jenen Zeiten Unus-tripodes-bove hieß, folgende Geschichte zugetragen haben: Publius Vergilius Maro, der berühmteste Dichter der goldenen Latinität und enger Vertrauter des Gaius Julius Cäsar, war auf dem Weg nach Londinium und machte Rast im Unus-tripodes-bove. Vom Imperator persönlich war ihm aufgetragen worden, den schönsten & reinsten Vers des Römischen Reichs zu ersinnen, damit er, Cäsar, bei Kleopatra punkten konnte. Mental blockiert von diesem immensen Druck, blickte er frustriert durchs Fenster und erspähte in der Ferne den lieblichen Bergrücken des Hohen Nocks. Es traf ihn wie ein Hinkelstein und unisono brachte er die wunderschönsten Zeilen zu Papyrus, die bisher von einem einzelnen Menschen erdacht wurden. Cäsar war begeistert, Kleopatras Nasenrücken wurde ein literarisches Denkmal gesetzt und beide landeten in den privaten Gemächern der Pharaonin. Ob sich das wirklich so zugetragen hat, ist nicht von Belang, die Wahrscheinlichkeit ist recht hoch. Unumstritten ist jedoch die Innovationskraft des Schärhauses. Kommt also vorbei und kreiert das nächste Kunstwerk, das den kommenden 2000 Jahren standhalten kann.

‘Ohne Stromer fahren wir zur Oma’ entgegne ich Christian, als er mir anbietet, unsere Bakfiets mit E-Antrieb nachzurüsten. Er kann das. Christian betreibt die kleine & feine Fahrradmanufaktur WÜST im Herzen von Altona. Wir teilen uns quasi den Innenhof. Es gibt fast keinen Tag, an dem er nicht in der Garage an einem seiner Räder herumschraubt oder neu aufgebaute Velos aus dem Keller hochschleppt. Auch unsere Lastenräder hat er fachmännisch überholt. Es wurden diverse Lager ausgetauscht, Rollerbrakes erneuert, Ketten gespannt und dabei die Holländer verwünscht, da sie ausschließlich Kettenkästen verbauen, an denen man sich die Finger klemmt. Solche Dinge weiß er, hat er doch als Journalist für den Spiegel jahrzehntelang die Lenker & Vordenker der großen Fahrzeughersteller interviewt. Man kann ihn getrost als eine Legend der deutschen Zwei- bis Vierradreportergilde a. D. bezeichnen. Er selbst legt darauf keinen Wert, viel lieber gibt er sich seiner Schrauberpassion hin. Ich habe noch niemanden getroffen, der diese Arbeiten mit einer ähnlichen Akribie und Leidenschaft ausführt und kann ihn guten Gewissens für alles rund ums Rad weiterempfehlen. Als Bezahlmöglichkeiten stehen alle gängigen Optionen zur Verfügung. Also auch Bier. Mit etwas Glück gibt er beim gemeinsamen Genuss die Anekdote zum Besten, wie es kam, dass er nach Wolfsburg eingeflogen wurde und Ferdinand Piëch zur Mäßigung aufrufen musste, um bessere Manieren im Umgang mit sich und seinen Kollegen einzufordern. Ein echtes Erlebnis dieser Mann.

Fett ist in den letzten Jahrzehnten etwas in Verruf geraten und nur wenige schaffen es, sich stilvoll damit auseinanderzusetzen. Die Fischköppe von Fettes Brot gehören dazu, haben sie doch dem Hip-Hop-Jargon ‘fett’ ein Denkmal in Form einer 5-minütigen Huldigung in der ‘Definition von Fett’ gesetzt. Auch, oder erst recht, gehört das Radkulturmagazin fahrstil dazu. Widmet die Redaktion dem Thema doch die 550g schwere Ausgabe #27. Eine lukullische Auseinandersetzung mit Reibung, Verschleiß, Fettnäpfchen und der Vielgestalt der Menschen. Das Heft ist ein Genuss für den echten Fahrrad Connaisseur. Die Bilder, so schön wie der Moment, wenn an einem regnerischen Tag der Seitenläuferdynamo endlich wieder Grip entfaltet und die dunkle Nacht erhellt. Die Geschichten voller Herz und Leidenschaft, wie Georg Totschnig, der bei der Tour de France 2005 während der 14. Etappe attackierte und mit über einer Minute Vorsprung das Ziel, die Bergankunft in Ax-3 Domaines, erreichte. Trotz des hohen Anspruchs, schafft es das Team dahinter dennoch, vier Ausgaben pro Jahr zu drucken. Die Weihnachtsausgabe 2021 soll wohl eine ganz besondere werden. Mehr dazu findet ihr Anfang Dezember beim Kiosk eures Vertrauens. Nur soviel sei schonmal verraten: Es wird fett!